Medien Beiträge über die Pfahlbauten
29.03.2010: Pfahlbauten werden gescannt
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Uhldingen-Mühlhofen – Am 26. Mai 2009 fegte die heftigste Gewitterböe Deutschlands mit Windstärke 14 und 156 Stundenkilometern Spitze über die Dächer von Unteruhldingen hinweg. Besonders stark dem Orkan ausgesetzt waren die Pfahlbauten im Freilichtmuseum. Ein bei dem Sturm zerstörtes Pfahlbauhaus liefert nun wichtige Informationen über die Welt von damals. Das nach den Ergebnissen der Ausgrabungen von Hornstaad (Kreis Konstanz) errichtete Haus wurde 1996 gemeinsam mit der „Sendung mit der Maus“ nachgebaut und in der ARD einem Millionenpublikum gezeigt. Das „Maushaus“ war als Experiment für einen Langzeitversuch im Museum konzipiert. Die Frage des Forschungsinstitutes nach dem Unwetter war: Was bleibt von dem zusammengefallenen Haus am Ufer nach einem Jahr noch übrig? Die Beantwortung dieser Frage ist wichtig, da Reste steinzeitlicher Bauten die Grundlage für die Rekonstruktion von Pfahlbauten sind. Mithilfe eines 3D-Lasercanners wird das im Mai 2009 zusammen gestürzte Haus von der Firma ArcTron vermessen und fotografiert. 7,5 Millionen Punkte pro Minute kann Vermessungsingenieur Christian Bühler mithilfe seines High-Tech-Gerätes einscannen. Bei diesem Verfahren werden selbst die komplexesten Objekte schnell und vor allem schonend erfasst, unabhängig von der Farbe, der Größe und ihrer Form. Mit Hilfe von 3D-Programmen erstellt der Computer ein maßstabsgetreues, digitales Modell. Damit können Bilder, 3-D-Animationen, interaktive Anwendungen oder reale Modelle erstellt werden. |
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