Medien Beiträge über die Pfahlbauten
27.07.2007: Fernsehfamilie aus der Steinzeit-Doku mit dabei
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Eine Schüssel zu töpfern muss ewig gedauert haben. Uhldi, der Sonntags-Steinzeitmann des archäologischen Freilichtmuseums Unteruhldingen, führt es vor und plaudert dabei aus der Steinzeit. Vom Brennen am offenen Feuer etwa und der Gefahr, dass der Topf in die Flammen gerät und zerspringt. Aber eigentlich interessiert sich das Publikum vor allem für jene 13 Personen, die für eine SWR-Serie acht Wochen lang wie in der Steinzeit lebten – ähnlich wie ab 25. Juli bei «Schweiz aktuell». Die SWR-Häuser stehen nun in Unteruhldingen, eine Ausstellung zeigt Erkenntnisse aus dem Experiment.
Rund 20 Pfahlbauten verschiedener Konstruktionsart stehen am oder im Wasser – gebaut nach Funden aus Stein- und Bronzezeit. Im Eintrittspreis inbegriffen ist eine dreiviertelstündige Führung, die man nicht auslassen sollte – die junge Frau weiss bestens Bescheid über die bevorstehende Zeitreise von 6000 Jahren. Alle Häuser sind einem Thema gewidmet und zeigen entsprechende Geräte. Sie sind allerdings nur mit Führung zugänglich. Und die Führerin vermittelt auch die nötigen Informationen – über «den Ferrari der Steinzeit» etwa (Prestigeobjekt Hammerbeil), das Aspirin von damals (Birkentee-Kaugummi) oder das Steinzeit-Handy (ein beim Schwingen in weitem Umkreis tönendes Holzstück an einer Schnur). Mit der Schwingflügelaxt einen Baum zu fällen dauerte keine Viertelstunde, das zeigen Experimente. Zwischen zwei Steinen ein Kilo Mehl zu mahlen war hingegen ein zweistündiger Kraftakt. Und Frauenarbeit – entsprechende Abnutzungen des Schultergürtels finden sich nur an weiblichen Skeletten. Viel Alltag abgebildet
Der Archäologe im Aquarium
Fazit: Eigentlich gibt es in Unteruhldingen mehrere verschiedene Museen und Darstellungsformen. Die idyllisch gelegene und bei Hitze angenehm schattige Anlage ist somit für Kinder und Erwachsene gleichermassen spannend. Petra Mühlhäuser, Tablatt Schweiz |

